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GESCHRIEBEN VON Mag. Eduard Frankford M.Sc.

RAG einführen: Aufwand, Kosten und Stolpersteine aus der Praxis

Bild zur RAG-Technologie

Was Retrieval-Augmented Generation ist, haben wir in unserer RAG-Einführung hier am Blog bereits erklärt. Kurz gesagt: Die KI beantwortet Fragen nicht aus dem Bauch, sondern aus Ihren eigenen Unterlagen und belegt, woher die Antwort stammt. In diesem Artikel geht es um den nächsten Schritt, nämlich die Einführung im eigenen Unternehmen. Was kommt da auf Sie zu, womit muss man rechnen und wo wird es erfahrungsgemäß mühsam?

So läuft eine RAG-Einführung praktisch ab

  • Datenquellen sichten: Wo liegt das Wissen überhaupt? Meist verteilt es sich auf Ablagen, Wikis, E-Mails und PDFs, und ein Teil steckt nur in den Köpfen einzelner Mitarbeiter.
  • Pilot mit klarem Wissensbereich: Am besten startet man mit einem Thema, zu dem oft Fragen kommen und das gut dokumentiert ist. Ein Pilot muss nicht das ganze Unternehmen abdecken.
  • Qualität mit echten Fragen prüfen: Nicht mit ausgedachten Testfragen, sondern mit dem, was im Alltag wirklich gefragt wird. Erst wenn die Antworten dort passen, taugt das System.
  • Schrittweise ausbauen: Erst wenn der Pilot überzeugt, kommen weitere Wissensbereiche dazu.

Welcher Aufwand ist realistisch?

Ein RAG-Pilot ist eine Sache von Wochen, kein Jahresprojekt. Der größte Aufwand liegt dabei selten in der Technik, sondern in der Sichtung und Aufbereitung der eigenen Unterlagen. Wer seine Dokumente halbwegs beisammen hat, ist schnell startklar.

Ein Punkt wird gern vergessen: Ein RAG-System ist nichts, was man einmal aufsetzt und dann abhakt. Neue Dokumente kommen dazu, alte veralten. Die laufende Pflege gehört von Anfang an eingeplant, sonst sinkt die Antwortqualität schleichend.

Die typischen Stolpersteine

  • Veraltete und widersprüchliche Dokumente: Wenn drei Versionen einer Anleitung im Umlauf sind, zitiert die KI irgendwann die falsche. Aufräumen vor dem Einlesen zahlt sich aus.
  • Zugriffsrechte: Nicht jeder darf alles sehen. Gehaltsdaten und Personalunterlagen gehören nicht in eine Wissensdatenbank für die ganze Belegschaft.
  • Überzogene Erwartungen: RAG beantwortet Fragen zu dem, was dokumentiert ist. Was nirgends steht, kann auch die beste KI nicht wissen.
  • Fehlende Zuständigkeit: Ohne klaren Verantwortlichen für die Pflege veralten die Inhalte, und das Vertrauen der Mitarbeiter in die Antworten gleich mit.

Und der Datenschutz?

Für viele Betriebe die wichtigste Frage. Ein RAG-System muss nicht bei einem US-Anbieter laufen. Der Betrieb mit EU-Hosting oder gleich im eigenen Haus ist möglich, und Zugriffsrechte lassen sich so abbilden, dass jeder nur jene Antworten bekommt, die er auch sehen darf. Das gehört ins Konzept, bevor die erste Datei eingelesen wird.

Probieren Sie es einfach aus

Am schnellsten versteht man RAG, wenn man es benutzt. In unserer Live-Demo stellen Sie Fragen an die E-Mails eines ausgeschiedenen Mitarbeiters und sehen sofort, wie belegte Antworten aussehen. Und wenn Sie wissen wollen, was das für Ihren Betrieb heißen würde, schauen wir uns das gerne gemeinsam an.

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